Der Sinn des Unsinns

Ich sehe mich gerade als kleines, blondes Mädchen in meinem Zimmer voller Pferdeposter. Den CD Player laut aufgedreht, immerhin laufen gerade die Spice Girls. Damals hätte ich bestimmt nicht gedacht, dass ich mir mal wegen so vielen Dingen den Kopf zerbrechen werde. Ich war immer laut und frech und das bin ich auch heute noch. Nur scheinbar kommt damit nicht jeder klar.

Ich bin jetzt Mitte 20. Ich wohne in Berlin Mitte. Ich habe meinen Job verloren und jemanden, der mir ans Herz gewachsen ist. Zumindest glaube ich, dass er bald gehen wird. Weil das irgendwie immer so ist. Vielleicht ein Berlin Virus oder vielleicht liegt es an mir. So wollte ich das immer. GZSZ hat mich inspiriert. Wow. Und jetzt sitz ich hier und es tropfen dicke Tränen auf den Schreibtisch. Total dramatisch. Ich versuche schon wieder alles ins Lächerliche zu ziehen, dabei geht es mir gerade echt beschissen. Meine letzte Beziehung ist 4 Jahre her und die war wirklich sehr dramatisch. Danach habe ich jedenfalls erstmal Zeit für mich gebraucht. Man muss ja herausfinden wer man ist und was man überhaupt will. Und das is echt gut! Ich kann es jedem nur empfehlen mal länger Single zu sein. Ist irgendwie wie eine Handbremse, die man zieht. Das ruckelt erstmal ganzschön und vielleicht knallt man auch volle Kanne mit den Kopf auf’s Armaturenbrett, aber der Airbag hält einen auf. Dann steigt man aus dem Auto aus und stolpert 1,2 Mal und packt sich ordentlich auf die Fresse. Aber man richtet sich wieder auf und geht weiter.

Nachdem man dann erstmal durch die Wüste stapft, kommt man auch mal an Vegas vorbei und irgendwann auch an LA. Das is alles unglaublich gut und man hat die Handbremse fast schon vergessen. Im Grunde lenkt man sich ab, sammelt neue Erfahrungen, aber für ne‘ Beziehung reicht das alles irgendwie nie. Es fehlt jedes Mal das „mehr“. Mehr oder weniger. Man dreht um und geht den gleichen Weg zurück, man kommt wieder an Vegas vorbei, macht das noch mal alles mit. Alles nur noch halb so spannend wie vorher. Aber trotzdem noch cool. Dann kommt man wieder in der Wüste an und sieht das Auto stehen. Man guckt rein und stellt fest – Meine Fresse, das war damals nicht Ohne. Irgendwie hängt man noch an dem Auto, lässt es aber endgültig abschleppen. Das befreit. Und nun? Wie geht es weiter? Was macht man aus seinen gesammelten Erfahrungen?

Ich weiß es nicht, aber eines Tages wird es sich lohnen. Komme was wolle. Ich gebe wieder Gas.

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I hope you live a life that you’re proud of.

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infinite satori

Life is so beautiful. This world is so beautiful. There’s so much to do. So much to see. And we’re so young. What a waste life would be if we didn’t follow our hearts and do whatever makes us happy? What a waste life would be if we didn’t even feel alive, or risk anything because of our fears, or didn’t see the world we live in?

Whoever is reading this, I hope you follow your bliss. I hope you follow your goosebumps. I hope you follow your wanderlust. I hope you follow your dreams. Even if that means not having a degree to frame onto your wall, or a steady fat paycheck, or a nice big house, or pretty expensive things. Because when you’re on your deathbed you’re not going to think about the degrees you acquired, and how much money made and spent. You’re going to think about…

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